20.07.2018 um 16:24 Uhr; Dachstuhlbrand Innenstadt -Fotos-

In der Chamer Innenstadt gerät der Dachstuhl eines Wohngebäudes in Brand, Nachbarn und Passanten werden durch einen lauten Knall sowie massive Rauchentwicklung darauf aufmerksam und tätigen den Notruf. Von der Feuerwache fahren ELW 1, TLF 16/25, DLK 23/12, LF 16/12, TLF 24/50 und GW-Mess sowie die Feuerwehren Altenmark, Loibling Katzbach und Katzberg, später folgen GW-Logistik-2-Kran, VRW und GW-Licht. Bei Eintreffen ist der Dachstuhl bereits in Vollbrand, die Rauchsäule über das Stadtgebiet hinaus deutlich zu sehen, Ein Innenangriff ist nicht mehr möglich, das hölzerne Treppenhaus brennt bereits im Erdgeschoss, auch schlagen Flammen aus dem 1. Obergeschoss. Der Einsatzleiter fordert umgehend eine weitere Drehleiter aus der Stadt Roding zum weiteren Schutz der angrenzenden Nachbargebäude an. Die Drehleiter aus Cham übernimmt die rechte, die etwas später eintreffende zweite Drehleiter die linke Flanke. Im Rückwärtigen Hinterhof wird mit mehreren Rohren versucht einen Feuerüberschlag auf weitere Gebäude zu verhindern. In Absprach und Beisein der Polizei werden die beiden direkt angrenzenden Gebäude geräumt, jede einzelne Wohnung geöffnet und kontrolliert, teilweise starke Verrauchung und eine hohe CO Konzentration feststellbar. Im Lauf des Einsatzes werden weitere Feuerwehren sowie der Fachberater THW zur Unterstützung alarmiert, zum einen werden 4B Leitungen zum nahen Fluß Regen aufgebaut um das Hydrantennetz zu entlasten, zum anderen um den Bedarf an Atemschutzgeräteträgern sicher zu stellen. In den beiden Nachbargebäuden werden in den oberen Stockwerken und dem Dachgeschoss Trupp unter Atemschutz mit Wärmebildkameras zu ständigen Kontrolle einer Brandausbreitung vorgehalten, aus einer angrenzenden Dachterrasse wird zusätzlich ein weiterer Löschangriff auf das Dach durchgeführt. Die massive Wasserabgabe zeigt Wirkung, nach 2 Stunden können ersten Leitungen zurückgebaut werden und Kräfte abrücken. In Absprache mit der Stadt Cham wird ein Statiker mit der Inaugenscheinnahme und Beurteilung des Gebäudes auf Standsicherheit beauftragt, sein Fazit: Akute Einsturzgefahr, kein gefahrloses Betreten möglich. Wegen der Rauchentwicklung in einem der beiden angrenzenden Gebäuden und der hohen CO Konzentration ist es den Mietern nicht mehr möglich in die Wohnungen zurück zukehren, diese werden in den Fremdenzimmern einer nahen Gaststätte die Nacht über untergebracht. Die Nachlöscharbeiten gestalten sich schwieig, das Gebäude darf nicht betreten werden und unter dem teilweise eingestürztem Eternitdach sind immer noch Glutnester vorhanden. Da die Drehleiter der Feuerwehr Roding mit einem Gelenkteil ausgestattet ist, übernimmt diese die Beseitigung der Dachplatten und das Ablöschen der darunter liegenden Glutnester bis in die späten Abendstunden. Die Chamer Feuerwehr hält im Anschluss mit ELW 1, TLF 16/25, DLK 23/12, GW-Logistik-2-Kran und GW-Licht die Brandwache. Im Halbstündlichen Turnus werden die angrenzenden Wohnungen mit der Wärmebildkamera und CO Messgerät kontrolliert, sowohl Temperatur als auch die CO Werte sinken permanent. Um im Dachgeschoss einen endgültigen Löscherfolg zu erzielen wird das Brandgut im Dachgeschoss durch ein M2-Mittelschaumrohr mit Schaum aus dem Korb der Drehleiter abgedeckt, die Lichttraverse des GW-Logistik-2-Kran leistet hierbei wertvolle Dienste. Nachdem um 04:30 Uhr keine weitere Rauchentwicklung mehr feststellbar ist, rücken die Kräfte an der Wache ein und stellen die Einsatzbereitschaft nach 12 Stunden Einsatz wieder her.

               2018.07.20 Dachstuhlbrand Innenstadt                2018.07.20 Dachstuhlbrand Innenstadt              2018.07.20 Dachstuhlbrand Innenstadt